Dialog auf Augenhöhe

Dialog auf Augenhöhe

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1961 gründete sich die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Über Entwicklungen und Herausforderungen für den christlich-jüdischen Dialog sprechen der ehemalige jüdische Vorsitzende der AG, Micha Brumlik, und Pfarrerin Aline Seel, Mitglied im Vorstand.     Der Kirchentag – Das Magazin: Sie gehören unterschiedlichen Generationen und Religionen an und beschäftigen sich beide intensiv mit dem jüdisch-christlichen Dialog –

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Gemeinsam in Verschiedenheit: Eine politisch-theologische Perspektive auf das christlich-jüdische Gespräch

Gemeinsam in Verschiedenheit: Eine politisch-theologische Perspektive auf das christlich-jüdische Gespräch

Nach dem Stand der christlich-jüdischen Gespräche zu fragen heißt an die Ausgangspunkte zu erinnern, die politisch und theologisch zu bedenken sind: den Versuch, das europäische Judentum zu vernichten, den Beitrag des theologischen Antijudaismus zum Judenhass sowie – positiv – die Existenz des Staates Israel. Zwischen Vergessen und Aufklärung In Berlin 1961 arbeiten Juden mit Christen erstmals gleichberechtigt in einem interreligiösen, öffentlichen Diskurs

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Neue Gesprächsräume gestalten: Ein persönlicher Blick auf den Kirchentag in Berlin

Neue Gesprächsräume gestalten: Ein persönlicher Blick auf den Kirchentag in Berlin

  Ich muss gestehen, dass ich froh war, als er endlich vorbei war, der Berliner Kirchentag 2017. Fünf vollgepackte Tage ließen mir nur wenig Raum für Rückzug, zur Atempause, zum Nachdenken – geschweige denn Schlaf. Meine Kirchentagsmüdigkeit resultierte wohlmöglich auch daraus, dass ich unter ganz anderen Voraussetzungen angereist war: Vielen Christinnen und Christen bietet der Kirchentag zahlreiche Angebote, um spirituell aufzutanken; er eröffnet

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Ein Zwischenruf: Von einer, die auszog zu lernen

Ein Zwischenruf: Von einer, die auszog zu lernen

Dies ist ein Zwischenruf aus Betroffenenperspektive. Ich schreibe ihn als Vikarin, die nun fast am Ende ihrer Ausbildung angelangt auf ihre bisherige Lernerfahrung/prozesse der Bildungsbiographie schaut. Mein Studium habe ich begonnen, weil ich wissen wollte, wie das Christentum als Liebesreligion zu so einer Gewalt fähig sein konnte, wie sie sich in unvergleichbarem Ausmaß in der

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»Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten? Micha Brumlik warnt vor der vorschnellen Umsetzung eines umstrittenen Vorschlags« (Neues Deutschland online, 11.01.2018)

»Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten? Micha Brumlik warnt vor der vorschnellen Umsetzung eines umstrittenen Vorschlags« (Neues Deutschland online, 11.01.2018)

Unser Mitglied Micha Brumlik warnt in einem Beitrag der Online-Ausgabe von Neues Deutschland vor einer möglichen Pflicht, KZ-Gedenkstätten zu besuchen: So sehr also der Vorschlag Cheblis im Grundsatz zu bejahen ist, so sehr ist doch auch vor einer vorschnellen Umsetzung zu warnen. Besuche in KZ-Gedenkstätten sind anspruchsvolle pädagogische Aufgaben, die bestens vorbereitet und gründlich nachbereitet sein wollen, wenn sie

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Antisemitismuskritik in Kirche und Theologie heute

Antisemitismuskritik in Kirche und Theologie heute

In der bundesdeutschen und europäischen Antisemitismusforschung spielen Theologie und Kirchengeschichte kaum eine Rolle. Sowohl die Wurzeln des säkularen Antisemitismus, wie auch Teile seiner Gegenwart sind aber christlich religiös bestimmt. Deshalb kommen unter Absehung dieser Bestimmung zentrale Motive, die zum Verstehen von Antisemitismus beitragen könnten, nicht in den Blick. Für die christliche Theologie gilt, dass die

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Thesen zum Podium »Reformationsjubiläum als ›Christusfest‹? Auf der Suche nach einer nicht antijüdischen Christologie«

Thesen zum Podium »Reformationsjubiläum als ›Christusfest‹? Auf der Suche nach einer nicht antijüdischen Christologie«

Deutscher Evangelischer Kirchentag Berlin-Wittenberg: Zentrum Juden und Christen Podium „Reformationsjubiläum als ‚Christusfest‘? Auf der Suche nach einer nicht antijüdischen Christologie“ Thesen Wir wollen unsere Bilder im Kopf überprüfen: Haben wir immer noch den „arischen“ Jesus unserer Kinderbilderbibeln im Kopf oder trägt unser Jesus (wie die Evangelien es beschreiben) jüdische Gebetsfäden auf unseren Bildern von ihm? Max

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Deutschlands zweite Chance. Ein Zwischenruf zur Integrationsdebatte

Deutschlands zweite Chance. Ein Zwischenruf zur Integrationsdebatte

Die derzeitige Debatte um die Frage nach einer gelingenden Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft erinnert ein wenig an die Auseinandersetzung um die »angemessene« Kindererziehung. Alle wissen, dass pädagogische Konzepte und Interventionen notwendig sind, aber welche Ansätze überzeugen und sich schließlich durchsetzen, ist in unserer pluralen Gesellschaft immer strittig. Über den Integrationsbegriff ist ebenso wenig ein

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Brüderlichkeit. Neuer Dialog ist nötig

Brüderlichkeit. Neuer Dialog ist nötig

Das jüdisch-christliche Gespräch war erfolgreich. Nun gilt es, sich weiteren Fragen zuzuwenden Ist der jüdisch-christliche Dialog obsolet geworden? Eine Selbstrechtfertigungs-veranstaltung katholischer und evangelischer Christen mit einigen »Alibijuden«? Ist die offizielle »Brüderlichkeit« für eine Woche nur ein symbolpolitischer Ersatz für eine »Geschwisterlichkeit«, die nie enden sollte? Und ist das »wahre« Gespräch für Juden heute nicht eher

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Das Eigene und das Andere. Die gegenwärtige Bedeutung des jüdisch-christlichen Gesprächs

Das Eigene und das Andere. Die gegenwärtige Bedeutung des jüdisch-christlichen Gesprächs

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Im Anfang ist die Beziehung« (Martin Buber, Ich und Du). Mit Martin Buber ins Haus zu fallen, hat im Rahmen des jüdisch-christlichen Gesprächs ja irgendwie Tradition, ist aber auch ebenso vorhersehbar wie redundant. Trotzdem drückt dieses Zitat für die im Folgenden skizzierten Gedanken etwas Grundlegendes aus: nämlich, dass es im jüdisch-christlichen Gespräch von Beginn an

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Ansprache für Martina Severin-Kaiser

Ansprache für Martina Severin-Kaiser

Am Freitag, dem 8. Juli, saßen Martina und Matthias zum letzten Mal gemeinsam am Frühstückstisch. Wie sie es immer taten, so lasen sie auch an diesem Morgen miteinander die Losung des Tages. Der Vers für den 8. Juli lautete: מזמור לאסף אל אלהים ה’ דבר ויקרא-ארץ ממזרח-שמש עד-מבאו (Ein Psalm Asaphs.) Gott, der Ewige, der

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