Gottesdienst Arbeitshilfe »70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?«

Auf­grund des Bei­tra­ges von Rai­ner Stuhl­mann in der hier ver­link­ten Arbeits­hil­fe hat der Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­den von Nord­rhein eine gemein­sam mit der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land für April geplan­ten Rei­se abge­sagt.

»Wir wis­sen es sehr zu schät­zen, dass die Evan­ge­li­sche Kir­che im Rhein­land als ein­zi­ge evan­ge­li­sche Lan­des­kir­che anläss­lich des 70. Jubi­lä­ums des Staa­tes Isra­el eine Arbeits­hil­fe her­aus­ge­ge­ben hat. Wir sehen dar­in einen Beleg des lang­jäh­ri­gen kon­struk­ti­ven Dia­logs mit­ein­an­der«, so der Vor­stands­vor­sit­zen­de des Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­den von Nord­rhein, Dr. Oded Horo­witz in einer Pres­se­er­klä­rung (hier abge­druckt): »Umso mehr hat uns der dar­in ent­hal­te­ne Bei­trag 70 Jah­re Staat Isra­el – ein Datum im christ­li­chen Kalen­der? bestürzt und trau­rig zurück­ge­las­sen. Die dar­in geäu­ßer­te Ver­un­glimp­fung des Staa­tes Isra­el als bru­ta­le Besat­zungs­macht und die Unter­schla­gung his­to­ri­scher Fak­ten sind für uns nicht hin­nehm­bar«.

Lesen Sie hier eine kri­ti­sche Stel­lung­nah­me zu der Arbeits­hil­fe von Rick­lef Mün­nich im Namen der Arbeits­ge­mein­schaft Kir­che und Juden­tum in Thü­rin­gen, der der Arbeits­hil­fe u.a. vor­wirft, unhis­to­ri­sche Fak­ten zu behaup­ten und damit »einem Nar­ra­tiv der Fatah und Hamas« zu fol­gen. Eine Erwi­de­rung ver­fass­te Vol­ker Haar­mann, der in der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land für den christ­lich-jüdi­schen Dia­log zustän­dig ist. Die Evan­ge­li­sche Kir­che im Rhein­land ver­fass­te eine Pres­se­er­klä­rung als Reak­ti­on.

Über die Absa­ge der Rei­se durch des Lan­des­ver­band der Jüdi­schen Gemein­den von Nord­rhein berich­te­ten auch die Jüdi­sche All­ge­mei­ne, der Blog Ruhr­ba­ro­ne und Audia­tur Online.

 

Red. AG Juden und Chris­ten

Got­tes­dienst Arbeits­hil­fe »70 Jah­re Staat Isra­el. Ein Ter­min im christ­li­chen Kalen­der?« (hg. v. Fach­grup­pe Chris­ten und Juden der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land), Düs­sel­dorf, 2018.

Die Fach­grup­pe Chris­ten und Juden der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land hat die Got­tes­dienst-Arbeits­hil­fe »70 Jah­re Staat Isra­el. Ein Ter­min im christ­li­chen Kalen­der?« ver­öf­fent­licht. Sie führt ins The­ma ein, bie­tet Bau­stei­ne für einen Got­tes­dienst und gibt Lite­ra­tur­emp­feh­lun­gen.

 PDF-Ver­si­on

 

Grußwort

Die Fei­er­lich­kei­ten zur 70 jäh­ri­gen Staats­grün­dung Isra­els, die nach jüdi­schem Kalen­der rund um den Jom HaAzma’ut am 18./19. April 2018 began­gen wer­den, sind auch für uns in der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land ein Grund zur Mit­freu­de. Wir wis­sen um die beson­de­re Bedeu­tung, die der Staat Isra­el auch für die jüdi­sche Gemein­schaft bei uns im Rhein­land hat und wir tei­len die Freu­de über das Bestehen die­ses Staa­tes, allen Anfein­dun­gen in der Regi­on und welt­weit zum Trotz.

Die vor­lie­gen­de Arbeits­hil­fe, die in der Fach­grup­pe „Chris­ten und Juden“ ent­stan­den ist, lädt Gemein­den dazu ein, die Fei­er­lich­kei­ten zu „70 Jah­ren Staat Isra­el“ auch durch einen Got­tes­dienst zu beglei­ten. Als Chris­tin­nen und Chris­ten freu­en wir uns gemein­sam mit dem Volk Isra­el an Got­tes Treue, schreibt der Apos­tel Pau­lus (Röm 15,10).

Für uns in der Kir­chen­lei­tung kon­kre­ti­siert sich die­se Mit­freu­de die­ses Jahr vor allem in einer gemein­sa­men Rei­se, die wir zusam­men mit dem Vor­stand des Lan­des­ver­ban­des der jüdi­schen Gemein­den Nord­rhein Ende April nach Isra­el unter­neh­men wer­den. Gemein­sam rei­sen wir nach Nes Ammim und wer­den uns aus­tau­schen über die Bedeu­tung, die der Staat Isra­el für uns jeweils hat.

Dabei rin­gen wir unter­ein­an­der und auch in unse­ren Gemein­den um bis­wei­len unter­schied­li­che Ansich­ten über poli­ti­sche Fra­gen in den Kon­flik­ten in Isra­el, in Paläs­ti­na und in der Regi­on. Ich hof­fe, dass die­se Arbeits­hil­fe sol­che kon­struk­ti­ven For­men der Aus­ein­an­der­set­zung mit den poli­ti­schen Fra­gen wei­ter ver­stär­ken kann.

Wün­schet Jeru­sa­lem Frie­den!“, heißt es im 122. Psalm. „Es möge wohl­ge­hen denen, die dich lie­ben! Es möge Frie­de sein in dei­nen Mau­ern und Glück in dei­nen Paläs­ten!“ – Um unse­rer Geschwis­ter und Freun­de wil­len in Isra­el und in Paläs­ti­na wün­schen wir dem Staat Isra­el und sei­nen Nach­barn Frie­den und freu­en uns mit allen, die den 70jährigen Geburts­tag des Staa­tes Isra­el in die­sen Tagen fei­ern.

Herz­li­che Grü­ße, Ihr
Man­fred Rekow­ski
Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land

 


 

Inhaltsverzeichnis

 

  1. Gruß­wort Prä­ses Man­fred Rekow­ski
  2. 70 Jah­re Staat Isra­el – ein Datum im christ­li­chen Kalen­der?
  3. Lit­ur­gi­sche Bau­stei­ne für einen Got­tes­dienst
  4. Aktu­el­le Lese­emp­feh­lun­gen
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