Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext

Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext

© Stu­di­um in Isra­el

Pre­digt­me­di­ta­tio­nen­Plus im christ­lich-jüdi­schen Kon­text­Co­ver Pre­digt­me­di­ta­tio­nen. Zur Peri­ko­pen­rei­he III. Plus: Got­tes Gesalb­te: Pries­ter – Köni­ge – Pro­phe­ten. Solus Chris­tus neu gele­sen, her­aus­ge­ge­ben von Stu­di­um in Isra­el e.V.
Erschei­nungs­da­tum: Novem­ber 2016 / 484 Sei­ten, Preis: 16,80 € + Ver­sand­kos­ten / Im Abon­ne­ment: 12,00 € + Ver­sand­kos­ten / ISBN (13-stel­lig) 978-3-9816903-2-3

 

Aus dem Geleitwort des Ehrenvorsitzenden des Deutschen Koordinierungsrates der christlich-jüdischen Gesellschaften Rabbiner Dr. h.c. Henry Brandt

Als in den 1950er Jah­ren Über­le­ben­de der Schoa und Chris­ten began­nen, das nahe­zu zwei­tau­send­jäh­ri­ge Schwei­gen von Chris­ten­tum und Juden­tum in Gesell­schaf­ten für christ­lich-jüdi­sche Zusam­men­ar­beit zu been­den, war damit noch längst nicht sicher­ge­stellt, dass Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer in ihrer Gemein­de­ar­beit auch Wege fin­den konn­ten, um jüdi­sche Sich­ten auf die Bibel zu respek­tie­ren. Seit 1958 haben die Akti­on Süh­ne­zei­chen – Frie­dens­diens­te einer­seits und das 1978 ins Leben geru­fe­ne Pro­gramm Stu­di­um in Isra­el ande­rer­seits ent­schei­den­den Anteil an den christ­lich-jüdi­schen Gesprä­chen, ja auch am gemein­sa­men For­schen des bibli­schen Erbes. So war es denn fol­ge­rich­tig, dass anläss­lich des 10. Jah­res­ta­ges des Bestehens die­ser ein­ma­li­gen Ein­rich­tung, 1988, Stu­di­um in Isra­el vom Deut­schen Koor­di­nie­rungs­rat der Gesell­schaf­ten für Christ­lich-Jüdi­sche Zusam­men­ar­beit mit der Buber-Rosen­zweig-Medail­le aus­ge­zeich­net wur­de. Der christ­lich-jüdi­sche Dia­log hat im Kern den respekt­vol­len Dis­kurs über die gemein­sa­men Schrif­ten und ihre unter­schied­li­chen For­men der Rezep­ti­on. Luthers her­me­tisch-chris­to­lo­gi­sche Inter­pre­ta­ti­on der Bibel, die kei­nen Platz für Juden in sei­ner Welt fand, ist ersetzt durch eine Plu­ra­li­tät einer Her­me­neu­tik, die ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen gleich­be­rech­tigt neben­ein­an­der setzt. Von einer chris­to­lo­gi­schen Les­art über die wis­sen­schaft­li­che Bibel­kri­tik bis hin zu der über zwei Jahr­tau­sen­de ent­wi­ckel­ten jüdi­schen Aus­le­gung der Bibel wird in den Pre­digt­me­di­ta­tio­nen Raum geschaf­fen für dif­fe­ren­zier­te Sicht­wei­sen des glei­chen Tex­tes. Dass Absol­ven­ten des Stu­di­en­pro­gramms nun schon über 20 Jah­re mit gro­ßem Enga­ge­ment für die ver­schie­de­nen Peri­ko­pen­rei­hen wöchent­li­che Pre­digt­me­di­ta­tio­nen erstel­len, ist für sich genom­men schon bemer­kens­wert. Da nun aber die ab Herbst 2018 gel­ten­de neue Peri­ko­pen­ord­nung ver­mehrt Tex­te aus der hebräi­schen Bibel in den got­tes­dienst­li­chen Gebrauch der evan­ge­li­schen Kir­che stellt, ist die Fort­set­zung die­ser von Stu­di­um in Isra­el her­aus­ge­ge­be­nen Pre­digt­me­di­ta­tio­nen von beson­de­rer Bedeu­tung. […] 2017 begeht die Evan­ge­li­sche Kir­che in Deutsch­land das 500-jah­ri­ge Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um – 1933 fei­er­ten die Natio­nal­so­zia­lis­ten den 450. Geburts­tag Mar­tin Luthers als einen gro­ßen Deut­schen und im Sin­ne eines ras­si­schen Anti­se­mi­tis­mus, ja, in die­ser Zeit wur­de z. B. in Hal­le ein Insti­tut ein­ge­rich­tet, um einen ari­schen Jesus zu kre­ieren. Gut und Böse, frucht­ba­re auch kon­tro­ver­se Dis­kur­se und her­me­ti­scher Kate­chis­mus lie­gen dicht bei­ein­an­der, denn sie bezie­hen sich auf die glei­chen Tex­te, frei­lich in ver­schie­de­nen Tra­di­tio­nen. Die­se im Plus­teil die­ser Pre­digt­me­di­ta­tio­nen abge­han­del­ten und her­ge­lei­te­ten Sich­ten ergän­zen die Pre­digt­me­di­ta­tio­nen zu den ein­zel­nen Sonn­ta­gen in grund­sätz­li­cher Wei­se und geben Anlass zur Hoff­nung, dass die­ser Dia­log nicht nur auf der Ebe­ne der Pre­di­ger in Kir­chen und Syn­ago­gen abge­han­delt wird, son­dern auch in die Tie­fe der Gemein­de hin­ein­wirkt. In die­sem Sinn – wei­ter so!“

 

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