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AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

Best Practice

Beispiele zur Förderung jüdisch-christlicher Lehrinhalte in der Theolog_innenausbildung

Sehr geehr­te Damen und Herrn,

die AG Juden und Chris­ten beim Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag und der Lehr­stuhl für Reli­gi­ons­päd­ago­gik und Bil­dungs­for­schung der Georg-August-Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen haben in einem gemein­sa­men „Pro­jekt zur Ana­ly­se der Cur­ri­cu­la des Stu­di­ums der Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie für Pfarr­amt und Lehr­amt in Bezug auf jüdi­sche und/oder jüdisch-christ­li­che Lehr­in­halt“ unter­sucht, ob und wenn ja in wel­chem Umfang und mit wel­chen Inhal­ten sowohl „Juden­tum“ als auch das „jüdisch-christ­li­che Ver­hält­nis“ the­ma­ti­siert wer­den. Die Ergeb­nis­se die­ser Ana­ly­se kön­nen Sie hier ein­se­hen. Wir haben unse­re Erkennt­nis­se in einer The­sen­rei­he zur theo­lo­gi­schen Ver­bes­se­rung des Pfarrer*innen und Religionspädgagog*innenstandes gebün­delt, die Sie hier ein­se­hen kön­nen.

Jetzt stre­ben wir eine Bestands­auf­nah­me an, mit­hil­fe der bestehen­de Pro­jek­te erfasst wer­den sol­len, die sich der För­de­rung jüdi­scher und/oder jüdisch-christ­li­cher Lehr­in­hal­te sowohl in der Pfarr­amts- und Lehr­amts­aus­bil­dung als auch in der zwei­ten Aus­bil­dungs­pha­se im Vika­ri­at und die Pfarrer_innenausbildung ver­schrie­ben haben. Im fol­gen­den fin­den Sie eine wach­sen­de Rei­he von Bei­spie­len die­ser Arbeit aus unter­schied­li­chen Kon­tex­ten:

Ort: Leip­zig und Jeru­sa­lem

Kern­idee: Stu­die­ren­de berei­ten sich in Leip­zig auf eine zwei­wö­chi­ge Sum­mer School vor, die sich dann in Jeru­sa­lem dem jüdisch-christ­li­chen und dem isla­misch-christ­li­chen Dia­log wid­met.

Inhalt: Im Jahr 2018 wird bereits zum drit­ten Mal eine Leip­zig-Jeru­sa­lem-Sum­mer School in Koope­ra­ti­on der Uni­ver­si­tät Leip­zig und der Hebrew Uni­ver­si­ty in Jeru­sa­lem statt­fin­den. Stu­die­ren­de, die zu glei­chen Tei­len aus dem Lehr­amts- und aus dem Pfarr­amts­stu­di­um kom­men, berei­ten sich im SoSe auf die Sum­mer School vor, die dann im Spät­som­mer in Jeru­sa­lem statt­fin­det. In der ers­ten Woche steht das Juden­tum und der jüdisch-christ­li­che Dia­log im Zen­trum, in der zwei­ten Woche der Islam und der christ­lich-isla­mi­sche Dia­log. Betei­ligt sind Leh­ren­de aus Leip­zig (Prof. Dr. Alex­an­der Deeg, Prof. Dr. Frank Micha­el Lüt­ze, Prof. Dr. Dr. Andre­as Schü­le) und Jeru­sa­elm (bis­her: Prof. Dr. Shi­mon Gesund­heit, Prof. Dr. Isra­el Yuval; Prof. Dr. Mus­ta­fa Abu-Sway) sowie Ber­lin (Prof. Dr. Ange­li­ka Neu­wirth). Vor Ort ist zudem u.a. das Hebrew Uni­on Col­le­ge ein Kon­takt­part­ner. Aus den bis­he­ri­gen Sum­mer Schools sind bereits zahl­rei­che wei­te­re Pro­jek­te (Examens­ar­bei­ten, Dia­log­pro­jek­te etc.) her­vor­ge­gan­gen.

Ziel­grup­pe: Stu­die­ren­de der Theo­lo­gie auf Lehr- oder Pfarr­amt

Dau­er: Vor­be­rei­tung im SoSe; zwei­wö­chi­ger Inten­siv­kurs in Jeru­sa­lem

Finan­zie­rung: Pro­mos (DAAD)

Kon­takt: Prof. Dr. Alex­an­der Deeg

Ort: Pas­to­ral­kol­leg Rat­ze­burg

Kern­idee: Ler­nen in Begeg­nung

Inhalt: Die Ämter von Rabbiner/innen und Pastor/innen haben unter­schied­li­che Pro­fi­le. Doch in man­chen Her­aus­for­de­run­gen ent­de­cken sich ver­mut­lich bei­de wie­der: Was bedeu­tet geist­li­che Lei­tung einer Gemein­de zumal in einem säku­la­ren Umfeld? Wie kön­nen bibli­sches Wis­sen, Glau­ben und Tra­di­ti­on an die „Gene­ra­ti­on Smart­pho­ne“ wei­ter­ge­ge­ben wer­den? Was soll ver­mit­telt wer­den? Wel­che Situa­tio­nen begeg­nen in der Seel­sor­ge? Wor­in sehen jüdi­sche und christ­li­che Geist­li­che Kern­auf­ga­ben für die Zukunft?
Im kol­le­gia­len Aus­tausch und gemein­sa­men Arbei­ten ler­nen die Teil­neh­men­den jüdi­sche Tra­di­tio­nen ken­nen. Indem sie die eige­ne Pra­xis im Spie­gel der Ande­ren sehen, ent­de­cken sie Cha­rak­te­ris­ti­ka und Unter­schie­de, mög­li­cher­wei­se auch Gemein­sam­kei­ten.

Ziel­grup­pe: Pas­to­rin­nen und Pas­to­ren

Dau­er: 5 Tage

Finan­zie­rung: Pastoralkolleg/Referat für christ­lich-jüdi­schen Dialog/Teilnehmerbeiträge/Eintritt (Kon­zert)

Kom­men­ta­re: Ent­schei­dend wich­tig war, dass das gesam­te Semi­nar vom ers­ten Moment an dia­lo­gisch – von einer christ­li­chen und einer jüdi­schen Lei­tung – vor­be­rei­tet wur­de. Die Orga­ni­sa­ti­on war hoch auf­wen­dig, da kaum ein/e Rabbiner/in sich mehr als einen oder max. zwei tage Zeit neh­men kann, wir also mit meh­re­ren jüdi­schen Refe­ren­ten arbei­ten muss­ten. Das hat­te aller­dings auch den gro­ßen Vor­teil, unter­schied­li­che jüdi­sche Rich­tun­gen und Pro­fi­le ken­nen­ler­nen zu kön­nen.
Ein beson­de­res und gelun­ge­nes Moment war der musi­ka­li­sche Work­shop mit Psalm-Sin­gen.

Ort: Neu­en­det­tel­sau

Kern­idee: Ein­füh­rung in jüdi­sche Geschich­te und Tra­di­ti­on; UE: 2 SWS/2LP (Ver­wend­bar im Basis­mo­dul AT oder als Übung im Wahl­be­reich)

Inhalt und Kon­zept:  Ange­sie­delt am Lehr­stuhl für Altes Tes­ta­ment bie­tet die Augusta­na Hoch­schu­le Neu­en­det­tel­sau i.d.R. ein­mal pro Jahr eine Übung für Stu­die­ren­de an, die mit wech­seln­den Lehr­auf­trä­gen und Dozen­ten die Band­brei­te jüdi­scher Geschich­te und Tra­di­ti­on unter­rich­ten – von der Anti­ke bis zur Gegen­wart. Bis­he­ri­ge Lehr­ver­an­stal­tun­gen waren u.a.:

  • Rab­bi­ner Dr. Joshua Ahrens: „Jüdi­sche Medi­zi­nethik – eine Ein­füh­rung“, WiSe 2017/18
  • Jonas Leip­zi­ger M.A. (Hoch­schu­le für Jüdi­sche Stu­di­en Hei­del­berg): „Ein­füh­rung in das anti­ke und rab­bi­ni­sche Juden­tum: Tal­mud und Mid­rash“, WiSe 2016/17
  • Pfar­rer Dr. theol. Axel Töll­ner (Insti­tut für christ­lich-jüdi­sche Stu­di­en und Begeg­nun­gen Neu­en­det­tel­sau): „Sta­tio­nen des christ­lich-jüdi­schen Dia­logs seit 1945“ und „„Bis ins drit­te und vier­te Glied …“ Begeg­nungs­rei­se nach Isra­el“ , WiSe 2015/16

Ziel­grup­pe: Stu­die­ren­de der Theo­lo­gie

Dau­er: Ein­mal pro Jahr, i.d.R. im Win­ter­se­mes­ter

Finan­zie­rung: Augusta­na Hoch­schu­le Neu­en­det­tel­sau

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Sehr geehr­te Damen und Herrn,

die AG Juden und Chris­ten beim Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag und der Lehr­stuhl für Reli­gi­ons­päd­ago­gik und Bil­dungs­for­schung der Georg-August-Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen haben in einem gemein­sa­men „Pro­jekt zur Ana­ly­se der Cur­ri­cu­la des Stu­di­ums der Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie für Pfarr­amt und Lehr­amt in Bezug auf jüdi­sche und/oder jüdisch-christ­li­che Lehr­in­halt“ unter­sucht, ob und wenn ja in wel­chem Umfang und mit wel­chen Inhal­ten sowohl „Juden­tum“ als auch das „jüdisch-christ­li­che Ver­hält­nis“ the­ma­ti­siert wer­den. Die Ergeb­nis­se die­ser Ana­ly­se kön­nen Sie hier ein­se­hen. Wir haben unse­re Erkennt­nis­se in einer The­sen­rei­he zur theo­lo­gi­schen Ver­bes­se­rung des Pfarrer*innen und Religionspädgagog*innenstandes gebün­delt, die Sie hier ein­se­hen kön­nen.

Jetzt stre­ben wir eine Bestands­auf­nah­me an, mit­hil­fe der bestehen­de Pro­jek­te erfasst wer­den sol­len, die sich der För­de­rung jüdi­scher und/oder jüdisch-christ­li­cher Lehr­in­hal­te sowohl in der Pfarr­amts- und Lehr­amts­aus­bil­dung als auch in der zwei­ten Aus­bil­dungs­pha­se im Vika­ri­at und die Pfarrer_innenausbildung ver­schrie­ben haben. Dafür brau­chen wir Ihre Mit­ar­beit:

Wenn Sie so ein Pro­jekt durch­füh­ren, wür­den wir Sie bit­ten den fol­gen­den Fra­ge­bo­gen online aus­zu­fül­len, oder als hier down­load­ba­re Word-Datei an Marie Hecke, marie.hecke@theologie.uni-goettigen.de, zu sen­den.

 

Herz­li­chen Dank und herz­li­che Grü­ße,
Marie Hecke, Prof. Dr. Bernd Schrö­der, Vika­rin Ali­ne Seel und Dr. Chris­ti­an Staf­fa

Formular

Ihr Pro­jekt kön­nen Sie an uns ger­ne über das fol­gen­de For­mu­lar schi­cken, sodass wir es ver­öf­fent­li­chen kön­nen; zusätz­lich zu den For­mu­lar­fel­dern haben Sie auch die Mög­lich­keit, uns Anhän­ge wie pdf- oder Word-Doku­men­te zu schi­cken. Herz­li­chen Dank!

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