Fachtag »Reform der Reformation« (2016)

Diesem von der AG und der Georg-August Universität Göttingen gemeinsam durchgeführtem Projekt geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme, ob und wenn ja in welchem Umfang und mit welchen Inhalten sowohl „Judentum“ als auch das „jüdisch-christliche Verhältnis“ in den Curricula des Studiums der Evangelischen Theologie auf Pfarramt und auf Lehramt thematisiert werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen sollen dann Vorschläge für Veränderungen im Sinne einer Implementierung oder Verstärkung von Lehrveranstaltungen oder Einheiten zum Judentum bzw. zum Verhältnis von Judentum und Christentum erarbeitet werden.

Vor dem Hintergrund von Antijudaismus und Antisemitismus der meisten Reformatoren und deren nachhaltigem Erbe in Theologie und Praxis, sollen die Ergebnisse des Fachtages in die Überlegungen zu Ausbildungsreformen im Kontext der im Reformationsjubiläum angestrebten Lernprozesse einfließen. Deshalb wollen wir einen Diskussionsprozess schon zu Beginn des Jubiläumsjahres beginnen, der dann in den Landeskirchen und Fakultäten, wie auch im Rahmen der EKD weitergeführt werden soll.

Projektpartner*innen

  • Prof. Dr. Bernd Schröder, Georg-August Universität Göttingen
  • Marie Hecke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Georg-August Universität Göttingen
  • Prof. Dr. Doron Kiesel, Vorstandsmitglied, AG Juden und Christen beim Deutschen Ev. Kirchentag
  • Aline Seel, Vorstandsmitglied, AG Juden und Christen beim Deutschen Ev. Kirchentag
  • Dr. Christian Staffa, Studienleiter Demokratische Kultur und Kirche, Evangelische Akademie zu Berlin

Fachtag »Reform der Reformation. Zum Stand und Stellenwert jüdisch-christlicher Lehrinhalte in der theologischen Ausbildung«

5. Dezember 2016, Haus der EKD, Berlin

10.00 Uhr: Begrüßung und Einführung

  • Prof. Dr. Doron Kiesel und Aline Seel, Vorstandsmitglieder der AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

10.30 Uhr: Welche Erkenntnisse des jüdisch-christlichen Gesprächs sollen unbedingt Eingang in die Ausbildung von Theolog*innen und Religionspädagog*innen finden? Impuls und Gespräch

  • Prof. Dr. Peter von der Osten Sacken, Professor em. für Neues Testament und Christliche-Jüdische Studien, Humboldt Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Bernd Schröder, Studiendekan, Georg-August Universität Göttingen, Theologische Fakultät

11.30 Uhr: „Judentum“ und “ jüdisch-christliches Gespräch“ als Themen des Studiums Evangelischer Theologie (Pfarramt) bzw. Religion (Lehrämter). Eine Analyse der Studienangebote von Fakultäten und Instituten aus allen Teilen Deutschlands

  • Prof. Dr. Bernd Schröder
  • Marie Hecke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Georg-August Universität Göttingen
  • Julia Nikolaus, Projektmitarbeiterin, Georg-August Universität Göttingen

13.30 Uhr: Kommentare

  • OKR Dr. Christoph Vogel, Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Abt. Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung, Berlin
  • Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der EKD-Synode, Berlin
  • Jonas Leipziger, Wiss. Mitarbeiter, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg / Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Alexander Deeg, Universität Leipzig, Institut für Praktische Theologie

14.30 Uhr: Wohin welchen Wegs? Einführung in die Arbeitsgruppen

15:00 Uhr: Arbeitsgruppen zu Umsetzungsvorschlägen für verschiedene Ausbildungen und Ausbildungsphasen

  • Lehramt
    • Prof. Dr. Bernd Schröder
  • Pfarramt
    • Marie Hecke
    • Dr. Axel Töllner, Beauftragter für christlich-jüdischen Dialog in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern
  • Kriterien: Kompetenzen und Zielstellungen von jüdisch-christlichen Lerninhalten
    • Dr. Christian Staffa

16.15 Uhr: Chance Reformationsjubiläum?! Ergebnissichtung, Ideen zu Fokussierung und Verabredungen zur Weiterarbeit

AG

c/o Ev. Akademie zu Berlin
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