Ankündigung

Save the Date: Tagung »Bilanz des christlich-jüdischen Dialogs«

22. bis 24. Oktober 2017, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Eine gemeinsame Tagung der AG Juden und Christen beim DEKT, der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Evangelischen Akademie Berlin und der Martin-Buber-Professur der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vergangene Tagungen

Tagung »Reformator, Ketzer, Judenfeind. Jüdische Perspektiven auf Martin Luther«

10. bis 12. Juni 2015, Ev. Bildungsstätte auf Schwanenwerder

Eine gemeinsame Tagung der AG Juden und Christen beim DEKT, der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Evangelischen Akademie Berlin

In Anbetracht der derzeitigen Reformationsdekade nden zahlreiche Veranstaltungen zur Würdigung von Martin Luthers Wirken und dessen Einfluss auf theologische Überzeugungen, politische Denkweisen und gesellschaftliche Entwicklungen in der frühen Neuzeit und der Moderne statt.

Bezüglich der Einschätzung der Denk- und Handlungsmuster Luthers gegenüber den Juden gab und gibt es sowohl in der Forschungs- als auch in der Wirkungsgeschichte im deutschen Protestantismus eine Vielzahl von Lesarten. Während die einen Luther als Kind seiner Zeit vom Vorwurf des Antisemitismus freisprechen, sehen die anderen in Luthers judenfeindlichen Schriften eine Vorlage für die ideologische Verfestigung des modernen politischen Antisemitismus und verfolgen seine Unheils- spuren bis in die Gegenwart.

Die Tagung nimmt die jüdische Rezeptionsgeschichte Luthers in den Blick und ergründet die Motive, die Juden – je nach zeitgeschichtlichem Kontext – dazu veranlassten, Luthers Person und Werk unterschiedlich zu bewerten.

Neben der Frage, ob Luthers Antijudaismus als ‚Geburtsfehler‘ des Protestantismus zu betrachten ist, wird es in den Debatten immer wieder darum gehen, wie Luthers schillerndes Erbe im Licht des erneuerten christlich-jüdischen Verhältnisses einzuordnen ist.

Mittwoch, den 10. Juni 2015

19.00 Uhr: Begrüßung und Einführung in die Tagung:

  • Prof. Dr. Doron Kiesel, Zentralrat der Juden in Deutschland
  • Dr. Christian Staffa, Ev. Akademie zu Berlin
  • Zur Aktualität des Tagungsthemas Statements von:
    • Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
    • Dr. Nikolaus Schneider, Ehemaliger Ratsvorsitzender der Ev. Kirche in Deutschland
  • Einführungsvortrag: „Unheilsspuren“: Überlegungen zu Luthers „Judenschriften“ und ihrer Wirkungsgeschichte Prof. Dr. Christian Wiese, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Studierende der Theologie und jüdische Studierende im Gespräch mit Prof. Dr. Christian Wiese, Goethe-Universität Frankfurt am Main:
    Die Bedeutung Luthers für das christlich-jüdische Verhältnis in der Gegenwart
    Moderation: Sabena Donath, Zentralrat der Juden in Deutschland

 

Donnerstag, den 11. Juni 2015

  • 9.00 Uhr: Luthers Wirken und Einfluss in seiner Zeit
    Dörthe Gülzow, Humboldt-Universität Berlin Kaffee/Tee
  • 11.00 Uhr Martin Luther – Judenfreund oder Antisemit?
    Prof. Dr. Andreas Pangritz, Rheinische Friedrich-Wilhelm- Universität Bonn
  • 14.30 Uhr: Jüdisches Leben in Deutschland zur Zeit der Reformation
    Dr. Maria Diemling, Canterbury Christ Church University Kaffee/Tee
  • 16.30 Uhr: Jüdische Antworten auf die Reformation
    Prof. Debra Kaplan, Bar Ilan University, Ramat Gan Abendessen
  • 20.00 Uhr: Von der Wirkung seiner Texte – Lesung aus Luthers Schriften
    Dr. Christian Staffa, Ev. Akademie zu Berlin

 

Freitag, den 12. Juni 2015

  • 9.00 Uhr: Moderne Lutherrezeption im Judentum
    Prof. Dr. Christian Wiese, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • 11.00 Uhr: Zum Umgang mit der aktuellen Debatte um Luthers Ein uss und Wirken – aus jüdischer Sicht
    Prof. Dr. Micha Brumlik, Zentrum für Jüdische Studien, Humboldt-Universität Berlin
  • 12.00 Uhr: Zum Umgang mit der aktuellen Debatte um Luthers Ein uss und Wirken – aus protestantischer Sicht
    Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff, Augustana-Hochschule, Neuendettelsau
    Response auf die Thesen von Prof. Dr. Christian Wiese und Prof. Dr. Micha Brumlik

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