Pfr. i.R. Werner Schneider-Quindeau

© Werner Schneider-Quindeau

Über meine Göttinger theologischen Lehrer Hans-Joachim Kraus und Hans Georg Geyer bin ich bereits als Student intensiv mit den Fragen des Verhältnisses zwischen Judentum und Christentum konfrontiert worden. Die Überwindung christlichen Antijudaismus, der wesentlich zur Entstehung des modernen Antisemitismus beigetragen hat, wurde für mich ein zentrales Studienziel. Was über Jahrhunderte wirksam war, lässt sich allerdings nicht einfach in ein paar Jahrzehnten korrigieren. Kontinuierliche Dialoge, vertiefte Wahrnehmung und kritische Überprüfung sind nötig, um die entsprechende Veränderung des christlichen Denkens nachhaltig zu bewirken. Dialoge in Israel und in New York haben mir bei dieser Neuformulierung meiner Theologie sehr geholfen. Auch die AG ist für mich ein ausgezeichneter Ort dieser Neurorientierung. Meine Vision ist, dass Jüdinnen/Juden und Christinnen/Christen sich als zwei Teile des einen Volkes Gottes verstehen, die auf je eigene Weise und in gegenseitiger Anerkennung in Wort und Tat Zeugnis ablegen von Gottes Willen und seiner Offenbarung für seine Geschöpfe. Dabei entsteht eine freundschaftliche Verbundenheit, die Ausdruck der von Gott gebotenen Liebe ist.

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»Seit dem Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem 1979/80 im Rahmen des Studienprogramms Studium in Israel engagiere ich

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